Die Sage vom ersten Silberfund in Schwaz

Die ersten Dreharbeiten zur TV-Dokumentation Der Silberberg fanden in der Nähe von Fügenberg in Tirol statt. Die Familie Dengg stellte für die filmische Darstellung der Sage des ersten Siberfundes in Schwaz nicht nur ihren Grund sondern auch ihren wilden Tuxer Stier namens Sandras zur Verfügung. Katharina Zeisler verkörperte die Magd, welche der Sage nach um 1409 in der Gegend von Kogelmoos (oberhalb von Schwaz) beim Viehhüten bemerkt haben soll, wie ein Stier einen silberhältigen Stein mit seinen Hörnern aus dem grasigen Boden bloßlegte. Dieser Stein sei nun buchstäblich der Grundstein für den Aufstieg des kleinen Dorfes Schwaz zur größten Bergbaumetropole Europas.

Knappen im Höfemuseum Kramsach

Im Höfemuseum Kramsach fanden wir den idealen Drehort, um Schwaz als einfaches Bauerndorf vorzustellen.

Markttag in Schwaz

Großer mittelalterlicher Markt am Pfarrplatz Schwaz.

Silberbergwerk Schwaz

Das Schwazer Silberbergwerk gilt als “Mutter aller Bergwerke” und war im Mittelalter das größte Silberbergwerk Europas. Zur Blütezeit lebten hier ca. 20.000 Menschen. Im Silberbergwerk drehten wir den beschwerlichen Arbeitsalltag der Knappen unter Tage.

Knappenwelt bei Tarrenz

Für drei Tage war die Knappenwelt Gurgltal in Tarrenz unser Drehort, wo wir das Leben der Knappen über Tage inszenierten. Die Arbeit der Knappen war sehr beschwerlich und die schweren Arbeitsbedingungen führten oft zu schweren Krankheiten. Für viele Familien war diese lebensgefährliche Arbeit jedoch die einzige Möglichkeit ihren Lebensunterhalt zu verdienen. In der Knappenwelt können die Besucher die harte, aber auch faszinierende Zeit des mittelalterlichen Bergbaus selbst erleben. Grubenhaus, Knappenhaus, Pochwerk, Siebe-Herde, Scheidstube, Erzhof, Schreibstube und Schmiedestube spiegeln das Arbeitsfeld und das gesellschaftliche Leben der Knappen von damals wider.

Schmiede

Die Montanwerke Brixlegg, die zur Zeit über die Schürfrechte am gesamten Falkenstein verfügen, sind auf die Wiedergewinnung von Kupfer spezialisiert. Dort fanden wir alles vor, um mittelalterliche Schmelzszenen zu drehen.

Messerschmitthalle

Für den Epilog des Filmes durften wir als erstes Kamerateam seit Ende des zweiten Weltkrieges in der Messerschmitthalle drehen. Die größte Halle im Berg wurde von den Nazis genutzt, um Flugzeugteile bauen zu lassen. Unter dem Decknamen “Stichling” wurden von Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern Flugzeuge des Typs Messerschmitt ME 262 gefertigt. Französische Besatzer entdeckten die geheime Fabrik im Berg und sprengten 1947 den ehemaligen Rüstungsbetrieb. Bis heute zeugen die eingestürzten Betonplattformen von der schrecklichen Vergangenheit.

Expedition zum Falkenstein

Um 1420 wurden erstmals reichhaltige Erzgruben am Falkenstein, genannt “Der Silberberg”, aufgetan und die Zuwanderung von bergmännischem Fachpersonal begann. Innerhalb weniger Jahre wurde die Schwazer Metallproduktion ein europäischer Wirtschaftsfaktor und der Falkenstein wurde zur Silber- und Geldquelle der Habsburger.

Schloss Freundsberg

Schloss Freundsberg liegt auf einem Hügel südlich der Silberstadt Schwaz. Die Burg entstand um 1150 als Stammsitz der Herren von Freundsberg, 1467 wurde diese von Herzog Sigmund, “der Münzreiche” genannt, erworben. Dieser nutzte die Burg als Jagdschloss. Die Fresken in den Gemächern des ehemaligen Landesfürsten Sigmund zeigen in Ranken eingearbeitete Jagdszenen und -tiere. Das renovierte Schloss Freundsberg beherbergt heute das Museum der Stadt Schwaz.

Macht. Geld. Macht.

machgeldmachtAusgehend von der ORF-Universum Dokumentation Der Silberberg, wo wir unter anderem die Wiege des Talers und des Dollars vorstellen, soll eine weiterführende TV-Dokumentation das Wesen des Geldes beleuchten.

Dabei begeben wir uns auf Spurensuche.
Von Sigmund dem Münzreichen und seiner grossen Münzreform spannt sich der Bogen bis zu den rasant wachsenden, virtuellen Geldströmen der Gegenwart. Wir entdecken überraschende Parallelen von mittelalterlichen Geld-Gepflogenheiten und heutigen Finanzpraktiken. Vor über 500 Jahren war beispielsweise die europaweite Umstellung vom rheinischen Goldgulden auf das Währungsmetall Silber eine wichtige Voraussetzung, um für die sich schnell entwickelnden Wirtschaftskreisläufe genügend Geld zur Verfügung zu stellen. In den letzten Jahrzehnten erlebten wir, nachdem sich das Geld vom Goldstandard emanzipiert hatte, dass diese Entmaterialisierung und zunehmende Virtualisierung des Geldes, zu einer beispiellosen Dynamik des Kapitalismus geführt hat.

Im Verlauf der Jahrhunderte waren Krisen immer wieder unerwünschte Nebenwirkungen der Entwicklung des Geldes. Sie waren und sind Lehrbeispiele, in denen jeder von uns merkt, was richtig und was nicht richtig gewesen ist. Die derzeitigen Verwerfungen auf den internationalen Finanzmärkten spiegeln eine grosse Vertrauenskrise wider. Doch Vertrauen ist die wesentlichste Voraussetzung für menschliches Zusammenleben und Wirtschaften. In der Dokumentation versuchen wir das Wesen des Geldes politisch, wirtschaftlich, psychologisch und philosophisch zu ergründen. Die Erkenntnisse sind durchaus überraschend. Denn Geld allein hat keinen Wert.

Abschließend wagen wir einen Blick in die Kristallkugel:
Ist die Zukunft schon verkauft?
Oder können wir die Zukunft noch gewinnen?