Herz aus Stahl

Kaiser Maximilian I.

Kaiser Maximilian I.

Maximilian I. von Habsburg (22. März 1459 – 12. Januar 1519) war deutscher König und seit 1508 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Er war Kaiser und wollte Papst werden. Er war sehr gottesfürchtig, gleichzeitig aber auch Vater von zumindest elf unehelichen Kindern. Maximilian I. prägte die erste Silbermünze mit der Aufschrift Europa und hatte trotzdem nie Geld. Er legte den Grundstein für die habsburgische Doppelmonarchie, starb jedoch einsam in dem kleinen Ort Wels in Oberösterreich.
Die Geschichtsschreibung hat sein Bild verklärt. Vom geniehaften Menschen ist die Rede, vom zukunftsweisenden Herrscher. Aber auch vom Dummkopf und vom politischen Phantasten. Dass er nicht mit Geld umgehen konnte, ist hinlänglich bekannt. Doch was für ein Mensch war Maximilian wirklich?
550 Jahre nach seiner Geburt versuchen wir, mit modernsten wissenschaftlichen Methoden, ähnlich kriminologischen Profilern, den Menschen Maximilian zu ergründen. Dazu haben wir unzählige Schriftstücke, Dokumente, Urkunden und Briefe analysiert und sind zu verblüffenden Ergebnissen gekommen. Maximilian litt oft tagelang an Depressionen und tröstete sich damit, dass diese „Melancholie” eben allen geniehaften Menschen eigen sei.

Innsbruck wurde das Zentrum seines Reiches. Innsbruck wurde zur internationalen Drehscheibe, zum größten Waffenlager Europas und zum Zentrum der Kunst. Im Alter von 56 Jahren erlitt er einen Schlaganfall, der ihn eine Zeit lang lähmte und die Sprache kostete. Er konnte kein Pferd mehr besteigen und musste sich in einer Sänfte tragen lassen. Zeit seines Lebens wollte er von dem “ewigen Friedensgeschrei” der Stände nichts wissen und gelangte erst angesichts des Todes zur Einsicht, mit seinen vielen Kriegen nur dem Teufel gedient zu haben. Am Ende seiner Regierungszeit hatte Maximilian Gesamtschulden in Höhe von 5 Millionen Gulden, umgerechnet etwa 1,5 Milliarden Euro. Das war das Zwanzigfache der durchschnittlichen Jahreseinnahmen in den österreichischen Erbländern.

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