Der Silberberg Fernsehpremiere

Universum

Der Silberberg

Donnerstag, 23. September 2010
21:05, ORF 2

Der Silberberg Pressestimmen

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Aktuelle Artikel, Berichte, Kritiken und Fotos der ORF-Universum Dokumentation Der Silberberg in den Medien: Der Silberberg Pressestimmen

Der Silberberg Premierenfeier

Wir bedanken uns sehr herzlich bei allen, die zum Gelingen des Filmes sowie der Premierenfeier beigetragen haben!

Der Silberberg

Wir laden Sie herzlich zur Präsentation der ORF-Universum Dokumentation

DER SILBERBERG
Die glanzvolle Geschichte von Schwaz und Hall in Tirol

ein!

Wann: 09. Juni 2010
Wo: Salzlager Hall, Hall in Tirol

Programm:
Ab 19:00 Uhr Warm-Up mit musikalischer Umrahmung und Gastronomie
Ab 20:00 Uhr Moderation - Auftritt der Wiltener Sängerknaben - Interviews mit Unterstützern und Protagonisten der Filmproduktion
Ab 21:30 Öffentliche Filmpremiere der TV-Produktion “Der Silberberg” aus der ORF-Reihe Universum

Eintritt frei!

DER SILBERBERG
Die glanzvolle Geschichte von Schwaz und Hall in Tirol

Der Film erzählt einerseits vom Aufschwung des kleinen Ortes Schwaz zum weltweit bedeutensten Silberbergwerk des Mittelalters und andererseits von der Entwicklung der Salinen-Stadt Hall in Tirol zur ersten Münzstätte, die Großsilbermünzen prägte, den Taler erfand und so die Grundlage für den Übergang zum neuzeitlichen Geldwesen schuf.

Münzstadt Hall in Tirol

Die mittelalterliche Münzstadt Hall in Tirol war einer unserer Hauptdrehorte.
Hall in Tirol wurde 1232 erstmals urkundlich erwähnt. Seit dem 13. Jahrhundert bildete das Salzbergwerk im Halltal die zentrale Industrie der Stadt und der Umgebung. 1477 verlegte Erzherzog Sigmund von Tirol die landesfürstliche Münzstätte von Meran nach Hall i. T.. Der Grund dafür ist wohl in der guten Befestigung der Stadt und ihrer Nähe zu den Silberminen in Schwaz zu suchen. 1486 wurde in Hall i. T. die erste hochwertige Silbermünze mit der Prägung des  Talers geschlagen.

Markttag in Hall i. T.

In der Schmiedgasse, die einst tatsächlich die Marktgasse war, drehten wir buntes, mittelalterliches Markttreiben. Damals war der Kreuzer das Zahlungsmittel für die täglichen Geschäfte am Markt, ein Umstand, der sich durch die Münzreform von Erzherzog Sigmund ändern sollte.

Münzprägung in Hall i. T.

Da kein Ende des Silbersegens absehbar war, verlegte Erzherzog Sigmund der Münzreiche 1477 die Münzeprägestätte von Meran nach Hall in Tirol. Damit gehörten die mühsamen und gefährlichen Transporte über den Brenner der Vergangenheit an. Außerdem wurden große Mengen des Haller Salzes exportiert und mit ausländischen Gold- und Silbermünzen bezahlt. Da zu dieser Zeit eine Münze genauso viel Wert war, wie an Edelmetall in ihr drin war, konnten diese in der Münze Hall wieder eingeschmolzen und als Rohmaterial für die Prägung verwendet werden. Die ehemalige Prägestätte in der Burg Hasegg beherbergt heute die Münze Hall, ein interaktives Museum in dem auch heute noch Gedenkmünzen geprägt werden

1486 führte Erzherzog Sigmund die “große Münzreform” durch. Diese bestand aus folgenden Münzen:

Sechser

Sechser

Der Sechser war die am häufigsten ausgeprägte Münze, die im Zahlungsverkehr die größte Rolle spielte.

Pfundner

Pfundner

Der Pfundner war doppelt soviel wert wie ein Sechser. Er gehörte ebenso zu den beliebtesten Münzen der Zeit und war auch für die Fälscher sehr interessant.

Halbguldiner

Halbguldiner

1884 wurde der erste Halbguldiner ausgeprägt. Er dürfte als Geschenk oder Probeprägung für den eigentlichen Guldiner enstanden sein. Das Münzbild zeigt die Halbfigur von Erzherzog Sigmund dem Münzreichen.

Guldiner

Guldiner

Die Grundidee des Guldiners war es, als Großsilbermünze mit hohem Silbergehalt ein Gegengewicht zu den Goldwährungen darzustellen. Der Haller Guldiner hatte den Wert eines Goldguldens und entsprach somit dem Wert von 60 Kreuzern. Viele Länder prägten diese Münze nach, bis der Volksmund diese schlicht Taler nannte. In Spanien nannte man diese Münze Dollares, in Amerika heisst sie heute noch Dollar.

Goldgulden

Goldgulden

Erherzog Sigmund von Tirol prägte in Hall i. T., nach dem Vorbild der großen Goldwährungen dieser Zeit, den Goldgulden.

Kaisertaler

Kaisertaler

Anlässlich der Kaiserkrönung von Maximilian I. prägte die Münze Hall den “Kaisertaler”, bei dem auf der Rückseite erstmal das wort Europa auf einer Münze zu sehen ist. Als Geschenkmünzen geschlagen, dienten die Kaisertaler unter anderem zur politischen Propaganda.

europataler

Europataler

Annlässlich des 500. Krönungsjubiläums von Kaiser Maximilian I. und der Fussball-Europameisterschaft 2008 fertigte die Münze Hall 2008 den größten Silbertaler der Welt an – den Europataler. (2008 dag, 360mm Durchmesser)

Schloss Tratzberg

Das Schloss Tratzberg war Drehort mit Jakob Fugger dem Reichen. Es wurde an der Wende von Gotik zur Renaissance erbaut und liegt im Inntal bei Schwaz in Tirol. Das Schloss befindet sich heute im Privatbesitz von Ulrich Goess-Enzenberg und wird von dessen Familie bewohnt. Zum ersten Mal wurde Schloss Tratzberg im 13. Jahrhundert urkundlich erwähnt und diente als Grenzfeste gegen Bayern. Kaiser Maximilian I. von Habsburg (1459-1519) nutze es als Jagdschloss und tauschte es nach einem Brand, bei dem es völlig zerstört wurde, mit dem reichen Silberbergwerksbesitzer Tänzel. Im Laufe der Zeit hatte Schloss Tratzberg mehrere Besitzer. Die Fuggerstube und Fuggerkammer erinnern an die bekannte Augsburger Handelsfamilie Fugger, die das Schloss 1590 kaufte und aus deren Zeit der größte Teil des bis heute erhaltenen Inventars stammt.

Innschiffahrt

Von Jahr zu Jahr stieg die Silberproduktion in der Bergbaumetropole Schwaz. Da diese jedoch keine befestigte Stadt war, musste das Silber in die nächstgelegene, gut befestigte Stadt gebracht werden – die Salinenstadt Hall in Tirol. Auf dem Wasserweg wurde der wertvolle Rohstoff von Schwaz nach Hall i. T. gebracht. Flussaufwärts wurden die Schiffe von Pferden gezogen, die entweder im seichten Wasser oder auf engen Pfaden am Ufer dahinschritten. Je nach der Schwierigkeit des Geländes mussten Pferde und Schiffe zum anderen Ufer wechseln - eine gefährliche und langwierige Tätigkeit.

Silberstadt Schwaz

Die Silberstadt Schwaz war einer unserer Hauptdrehorte. Zur Blütezeit des Bergbaus im 15. und 16. Jahrhundert war Schwaz als die größte Bergbaumetropole Europas mit 20.000 Einwohnern nach Wien die zweitgrößte Ortschaft im Habsburger Reich. Der Silberabbau im Schwazer Silberbergwerk begann der Sage nach im Jahre 1409, als die Magd Gertraud Kandlerin beim Weiden eines Stieres auf dem Kogelmoos (Bereich oberhalb der Stadt) einen silbererzhaltigen Stein entdeckt haben soll.